Archiv für Februar, 2012
Renditefalle bei Tagesgeldkonten – Lockangebote für Neukunden
Die Tagesgeldzinsen verharren momentan - vor allem durch niedrige Leitzinssätze – weiterhin auf niedrigem Niveau. Eine Besserung ist nicht in Sicht, da die Leitzinssätze voraussichtlich noch einige Zeit auf etwa dem aktuellen Niveau bleiben werden.
In den letzten Jahren hat sich im Zuge der niedrigen Zinsen leider etabliert, dass viele Banken versuchen, über Lockangebote Neukunden zu gewinnen. Leidtragende sind Bestandskunden, die sich oftmals über den aktuellen Zinssatz, den sie für ihre Einlage erhalten, gar nicht bewusst sind. Dass es sich um Lockangebote handelt, ist meist auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Außerdem gehen die höheren Zinsen bei den Neukunden auch zu Lasten der Altkunden, die unter Umständen noch noch niedrigere Zinsen erhalten, als sie es bei einem einheitlichen Angebot für Neukunden sowie auch Bestandskunden bekommen würden.
Oftmals gelten die Lockangebote für Neukunden für einen bestimmten Zeitraum wie beispielsweise sechs Monate. Die Banken spekulieren wohl darauf, dass die Anleger ihr Geld z.B. aus Gewohnheit nicht abziehen. In Werbeanzeigen wird dann suggeriert, die Bank biete ein Tagesgeldkonto mit hohen Zinsen an. Teilweise ist die Differenz zwischen Zins für Neukunden und Altkunden sogar ziemlich hoch.
Allgemeinen kommt beim aktuellen Zinsniveau von Tagesgeldkonten oft unterm Strich sehr wenig heraus: berücksichtigt man die momentane Inflation und die Abgeltungssteuer, kommt man letztendlich oft auf eine Negativrendite. Wer sein Geld länger nicht benötigt, sollte Alternativen wie Festgeldanlagen mit höheren Zinsen in Erwägung ziehen.
Vergleiche zu Tagesgeldkonten findet man hier und hier außerdem einen Vergleichsrechner. Es empfiehlt sich jedoch auch hier, die Tagesgeldkonten genau auf Lockangebote zu prüfen.