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Betrug am Geldautomat und per Überweisung
Jeder regelmäsige Zeitungsleser oder Reportagen-Zuschauer kennt das Thema: Betrug am Geldautomat mit den verschiedensten Mitteln. Über 800 manipulierte Geldautomaten wurden bisher gemeldet, und die Zahl nimmt stetig zu.
Die verschiedensten Mittel kommen hier zum Einsatz um an Geheimzahl und Karte der Verbraucher zu kommen. Doch durch den steigenden Einsatz vom Kameras und anderen Sicherheitstechniken sind die Betrüger gezwungen auf gewitztere Methoden umzusteigen.
So wurden in den letzten Wochen immer wieder Fälle gemeldet, bei welchen der Betrug nicht am Geldautomat selbst beginnt, sondern bereits an der Tür zur Bank. Hier sind die Sicherheitsmechanismen deutlich geringer und auch einfacher zu täuschen. In den besagten Fällen werden Geräte zur angeblichen Türöffnung an der Tür angebracht. Zum angeblichen Öffnen der Tür wird nicht nur Karte, sondern auch Geheimzahl verlangt. Natürlich werden die Karten auf Grund eines “technischen Defektes” eingezogen.
Doch nicht nur der Automatenschwindel boomt, es findet auch eine regelrechte Renaissance des “altmodischen” Betruges per Überweisung statt. Schon in den 90er Jahren titelten Focus, Spiegel und co über den Betrug per Überweisung.
Das Prinzip ist eigentlich simpel: Die Betrüger legeen ein Konto unter falschen Namen und mit gefälschten Papieren an und geben eine Überweisung eines beliebigen anderen Kontos ab. So bald die Überweisung abgeschlossen ist, wird das Geld in bar abgehoben.
Und obwohl dieses Prinzip bereits schon seit vielen Jahren bekannt ist, sehen viele Banken scheinbar keinen Anlass zu einer Verbesserung Ihrer Verifizierungsverfahren und Prüfungsverfahren der Überweisungsscheine.
Gute Ansätze gibt es hier bei der Deutschen Bank welche ein automatisiertes Prüfungsverfahren der Unterschrift eingführt hat. Andere Banken wie die Postbank bieten aus Sicherheitsgründen einfach keine Blankoüberweiung mehr an, sondern nur personalisiert per Post.
Dennoch werden immer wieder Fälle dieser alten Betrugsmasche bekannt. So wurden erst vor wenigen Wochen einem Ehepaar 42.000 Euro gestohlen und von den Betrügern direkt in bar abgehoben.
Ob das Ehepaar das Geld wiedersieht ist indies ungewiss, denn die Haftungsfrage ist nicht völlig Geklärt.
Meiner Meinung nach ist hier eine gesetzliche Regelung nötig, welche prüfungsfaule Banken bestraft und im Zweifelsfall in die Haftung nimmt.
PS: Danke für den Comment Horatius, Infos und Tipps zum Citibest Girokonto kommen in Kürze!